Portes Du Soleil – Riesiger Geheimtipp
Unter Mushern genießt das Megaskigebiet „Portes Du Soleil“ im französischen Savoyen und dem Schweizer Wallis höchsten Respekt. Einmal jährlich findet mit dort „La Grande Odyssee“ seit 2005 das härteste Hundeschlittenrennen der Welt statt. Mit den Schlitten durchqueren die Fahrer, im Szenejargon Musher genannt, das Alpenmassiv. Im Gegensatz zu anderen Wettbewerben wie Iditarod oder Yukon Quest führt die große Odyssee das Gespann jedoch nicht überwiegend durch Ebenen. Gefürchtet wird die Strecke in „Portes Du Soleil“ vor allem wegen ihrer Steigungen. Fast 25000 Meter Steigungen müssen die Schlitten im Laufe des Rennens zurücklegen. Eine sportliche Herausforderung, die Mushern und Hunden alles abverlangt.
Qualitätsabfahrten en masse
Aber auch abseits der Schlittenpiste steht in der Region der Sport ganz klar im Vordergrund. Heißt: Aprés-Ski-Hütten mit Ballermann-Stimmung gibt es zwar, aber bei weitem nicht so inflationär wie in anderen Skigebieten. Dafür gibt es Qualitätsabfahrten en masse, die jedem Ski- und Snowboardfan das Herz höher schlagen lassen sollten.
Allein die Ausmaße des Gebiets sind eindrucksvoll. Auf den 650 Kilometern präparierter Pisten warten 204 Liftanlagen auf die Gäste. Letztere haben eine Kapazität von 220000 Personen pro Stunde. Warten muss man deshalb nur selten, Schlangen bilden sich höchstens zu Stoßzeiten vor den Liften – und auch die Pisten sind meist nicht überfüllt.
Idyllische Wälder und Almen
Auf Schweizer Seite gehören Torgon, Morgins und Champery/Les Crosets zum Skipassverbund, in Frankreich komplettieren die Ortschaften Chatel, La Chapelle, Avoriaz, Morzine und Les Gets das Gebiet, dessen größtes Kapital neben der hervorragenden Infrastruktur seine landschaftlichen Vorzüge darstellen.
Statt auf platt planierten Massenabfahrten in den immer gleichen Talkessel einzufahren, durchquert man idyllische Wälder oder Almen und kann immer wieder traumhafte Blicke auf Mont Blanc oder Genfer See erhaschen. Dank der Pistenvielfalt kann man zudem ordentlich Strecke machen und braucht nicht einen Lift zwei Mal zu fahren. Ein Wunder, dass „Portes Du Soleil“ für die Wintersportgemeinde bislang ein Geheimtipp geblieben ist.

